Tag 7: Similaun-Gipfel und Abstieg ins Schnalstal

Die Nacht war kurz und stürmisch. Generell ist das Schlafen auf 3.000m Höhe im 11er-Zimmer nicht wirklich erholsam, aber auch die Aufregung tut sicherlich ihr übriges. So stehen wir vor 6 Uhr auf und freuen uns zunächst über einen blauen Himmel. Nur die Täler sind wolkenverhangen, was uns (noch) nicht stört.

Um 7 Uhr geht es dann los mit leichtem Gepäck – auf dem Rückweg kommen wir ja wieder an der Hütte vorbei. Nach kurzem Weg über ein Geröllfeld folgt der Einstieg in den Similaun-Gletscher als 7er-Seilschaft. Wir sind nicht die einzigen am Berg – 4 weitere Gruppen haben dasselbe Ziel.

Nach anfänglich gutem Wetter haben wir immer mehr mit dem Wind und Wolken zu kämpfen. Auf dem Grat treibt der Wind mit bis zu 80km/h die Wolken aus dem Tal über den Gipfel – eine kurze Videoaufnahme gibt einen kurzen Eindruck vom Wind:

Aber nach fast 2 Stunden erreichen wir das Gipfelkreuz auf 3.606 Meter Höhe und genießen zumindest ein paar Minuten die Aussicht.

Nach kurzem Aufenthalt am Gipfel geht es zurück zur Similaun Hütte und von dort weiter hinab ins Schnalstal. In Summe 1.900 Meter Abstieg durch verschiedene Terrains werden sich am Ende deutlich in den Beinen bemerkbar machen.

Unten angekommen sind wir alle erschöpft aber glücklich. Nach 7 Tagen haben wir es geschafft.

Mit dem Shuttle geht es dann nach Meran – Kindheitserinnerungen an Urlaube in Dorf Tirol. Leider regnet es und die Wolken verhängen meine ersten Gipfel (Mutspitze, Hahnenkamm, Hirzer). Morgen geht es dann zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

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